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Gefährdungsbeurteilung mit Sachkunde24.de

Synonyme
GB, Gefährdungsermittlung

Definition:

Eine Gefährdungsbeurteilung gem. Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 5,6 ist eine Arbeitgeberpflicht zur Feststellung und kritische Bewertung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen und einer sich daran anschließenden Festlegung von Maßnahmen, um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer während der Arbeit jederzeit zu gewährleisten.¹

Einordnung in die Systematik:

Die Pflicht zur Durchführung und schriftlichen Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung ist rechtlich im § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen und § 6 Dokumentation (ArbSchG) verankert. Die Umsetzung der in § 4 (ArbSchG) definierten allgemeine Grundsätze lassen den Arbeitgebern trotz weiterer Verordnungen und in arbeitsschutzspezifischen Vorschriften enthaltenen Mindestanforderungen teils sehr großen Freiraum für die Umsetzung. Im Regelfall führt eine einfach Prozedur wie: Gefahr erkennen, Maßnahme festlegen und umsetzen nicht zu dem gewünschten Ergebnis eines hohen Sicherheitsniveaus mit akzeptablem Restrisiko. Letztlich wird in vielen Bereichen die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung keine 100% Sicherheit erreicht werden können, jedoch führt die Pflicht zur regelmäßigen Wirksamkeitsüberprüfung zu einem fortwährenden Prozess, welcher diese Lücke stetig zu schließen versucht.¹

Die Gefährdungsbeurteilung ist neben dem gesunden Menschenverstand das zentrale Instrument im Arbeitsschutz. In einer Gefährdungsbeurteilung nach TRBS 1111 (Gefährdungsbeurteilungen) werden vom Verantwortlichen erforderliche Arbeitsschutzmaßnahmen ermittelt, um Personen gegen Gefährdungen zu schützen, welche sich aus der Gestaltung eines Arbeitssystems ergeben könnten.

Ablauf einer Gefährdungsbeurteilung

Die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.) skizziert zusammen mit der GDA (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie) einen Ablauf zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen.² Darüber hinaus bietet Sachkunde24.de mit einer Vielzahl an zusätzlichen Funktionen über den Mindestanforderungen und einem damit verbundenen hohen Automatisierungsgrad ein starkes Add-on, welche in der folgenden Tabelle zusammengefasst sind:

Vorgabe gem. DGUV und GDP²Sachkunde24.de
1.Festlegen von Arbeitsbereichen und Tätigkeiten
2.Ermitteln der Gefährdungen
3.Beurteilen der Gefährdungen
4.Festlegen konkreter Arbeitsschutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik (bei diesem Schritt ist die Rangfolge der Schutzmaßnahmen nach § 4 ArbSchG zu beachten)
5.Durchführen der Maßnahmen
6.Überprüfen der Wirksamkeit der Maßnahmen
7.Fortschreiben der Gefährdungsbeurteilung (insbesondere Anpassung im Falle geänderter betrieblicher Gegebenheiten nach § 3 ArbSchG)
+Sachkunde24.de bietet darüber hinaus folgende Funktionen:
8.standardisierte Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen alleine oder im Team
9.freie firmeninterne Kategorisierung mittels Standort-, Arbeitsbereichs- und Tätigkeitsbeschränkung
10.Gefährdungsfaktoren gem. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
11.lernender Gefährdungs- und Maßnahmenkatalog
12.Risiko- und Maßnahmenbewertung mittels Risikomatrix
13.automatische und standardisierte druckbare PDFs
14.gezielte Erinnerung an geforderte Wirksamkeitsüberprüfungen per E-Mail und im System
15.Verknüpfung zu Betriebsanweisung ermöglicht eine einfache Dokumentation von durchgeführten Mitarbeitsunterweisungen inkl. automatischer Erinnerungsfunktion (Funktion im nächsten Systemupdate 07/2020 geplant)


Quellen:

¹ Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
² Leitlinie "Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation" (GDA)
Tipp: Übersicht: Relevante Gesetze, Vorschriften und Regeln

angelegt: 19.05.2020 13:05, letzte Änderung: 26.05.2020 18:00