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Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS)

Synonyme:
Arbeits-und Gesundheitsschutz-Managementsystem, Arbeits- und Sicherheitsmanagementsystem

Definition

"Ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) soll Unternehmen in prozesshafter Weise dazu dienen, in ihren Betrieben Arbeitsunfälle, arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen (Belastungen) zu vermeiden sowie generell die Gesundheit am Arbeitsplatz zu schützen. Verschiedene Leitfäden und Standards beinhalten Vorgaben dazu."
(Quelle: Seite "Arbeitsschutzmanagementsystem". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie vom 21.8.2013)

Einordnung in die Systematik

Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) legen für Arbeitssysteme möglichst gut messbare Arbeitsschutzziele fest, erfassen gegebene Risiken und Gefährdung in einer Gefährdungsbeurteilung und legen unter Berücksichtigung der geltenden Arbeitsschutzvorschriften Maßnahmen und die Verantwortlichkeiten fest.
Darüber hinaus zielen AMS darauf, kontinuierliche Verbesserungs- und Kontrollprozesse zu installieren. Mit dem Ziel einer ständigen Verbesserung im Arbeits- und Gesundheitsschutz und der Weiterentwicklung hinsichtlich Sicherheit und Wirtschaftlichkeit werden die Maßnahmen in der Folge regelmäßig überprüft und neu bewertet.
Um betrieblichen Arbeitsschutz wirklich umfassend zu verwirklichen, reicht es heute aber nicht mehr aus, sich nur allein auf rein technische Maßnahmen zu beschränken. Für ein Höchstmaß an Sicherheit und Gesundheitsschutz für alle Personen am Arbeitsplatz sind alle betrieblichen Prozesse und Entscheidungen, also auch die Organisations-, Verwaltungs-und Kontrollprozesse einzubeziehen.

Ziele des Arbeitsschutzmanagementsystemen (AMS):

  • Die Integration eines geeigneten betrieblichen AMS strafft Prozesse und verhindert Lücken, Doppelregelungen und Doppelarbeit.
  • Kenntnis und Beachtung rechtlicher Anforderungen verhilft zu gesteigerter Rechtssicherheit.
  • Höheres Sicherheitsbewusstsein und -verhalten reduzieren die betrieblichen Unfallzahlen und verringern die Kosten für Ausfallzeiten und Sachschäden.
  • Durch die Einbindung aller Mitarbeiter und die Berücksichtigung der Belange Dritter (Lieferanten, Behörden, Berufsgenossenschaften usw.) wird die interne und externe Kommunikation verbessert.
  • Durch klar festgelegte Abläufe und Zuständigkeiten kann eine größere Flexibilität und einfachere Anpassung an neue Gegebenheiten erreicht werden.
  • Das höhere Sicherheitsniveau erhöht die Leistungsfähigkeit gegenüber Kunden.
  • Die Zertifizierung des betrieblichen AMS kann dann die Leistungsfähigkeit gegenüber dem Kunden nochmals erhöhen bzw. Märkte öffnen wo ein zertifiziertes AMS als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit angesehen wird.

Zertifizierung von Arbeitsschutzmanagementsystemen (AMS)

Links:


Tipp: Übersicht: Relevante Gesetze, Vorschriften und Regeln

angelegt: 18.10.2014 23:05, letzte Änderung: 11.09.2018 11:58